MEIN WEG ZUM UNTERNEHMER - PART 1

DAS ERSTE TREFFEN

Das ist meine Gründungsgeschichte:

Guten Tag. Mein Name ist Stefan Groß. In den folgenden Artikeln möchte ich ihnen die Gründungsgeschichte meiner Firma erzählen: Alles fing mit der Stellenkürzung auf meiner alten Arbeitsstelle an. Ich war unzufrieden. Mit meinem Job. Mit mir. Deshalb entschied ich mich selbstständig zu machen. Eigentlich bin ich kein Mensch der auf Risiko spielt. Eine Idee alleine reicht leider heute nicht mehr aus. Ich brauchte Hilfe. Hilfe bei der Gründung und bei der Vermarktung. Ich suchte im Internet nach einer passenden Marketingagentur und rief noch am gleichen Tag dort an. Am Telefon sprach ich direkt mit der Geschäftsführerin, Frau Fischer. Wir vereinbarten einen Termin in einem kleinen Café, direkt bei mir um die Ecke. 5 Minuten mit dem Auto von mir zuhause.

Nervös stieg ich ins Auto, schaltete den Motor an und löste die Handbremse. Ich wusste genau, wo das Café war. Es war schließlich eins meiner Lieblingscafé. Es beruhigte mich, zu wissen, wo es hin ging. Trotzdem war ich so aufgekratzt, wie schon lange nicht mehr. Während der Autofahrt überlegte ich mir Fragen, die ich stellen wollte. Ich ging das Gespräch schon einmal gedanklich durch. Dabei bemerkte das schöne Wetter. Endlich Frühling, dachte ich mir

Der erste Eindruck

Frau Fischer wartete schon auf mich. Sie saß an einem kleinen Tisch direkt am Fenster. Der Kellner, ich glaube er heißt Paul, begrüßte mich, als ich die Tür hinter mir zuzog. Das Café war mir so vertraut. Wie oft saßen meine Frau und ich hier schon, teilten uns ein Stück Kuchen und tranken unseren Kaffee. Ich ging auf den Tisch zu. Als Frau Fischer mich sah, stand sie auf und gab mir die Hand.  

Nach einer herzlichen Begrüßung setzten wir uns hin. Eine nette Frau saß mir gegenüber. Der altbekannte Smalltalk half mir, die ersten „Kennenlernbarrieren“ zu überwinden. Paul, der Kellner kam zu unserem Tisch und brachte uns die Getränkekarte. Sie bestellte sich einen schwarzen Tee. Ich entschied mich für einen Milchkaffee, so wie immer. Schließlich fragte mich Frau Fischer, was mein Anliegen sei und wie sie mir helfen könnte. Ich fing an zu erzählen: Bis vor einigen Wochen arbeitete ich bei FinnSystems als Netzwerkadministrator. Aufgrund von Stellenkürzungen wollte ich mich umorientieren – mich selbstständig machen. Ich wollte Computerkurse anbieten. Frau Fischer fragte mich, wie ich auf die Idee kam und was ich in diesen Kursen unterrichten möchte. Ich arbeitete schon immer gern mit Menschen zusammen, was mir in meinem früheren Beruf fehlte. Das wollte ich nun ändern. Meine Mutter rief mich mindestens zweimal die Woche an und stellte mir Fragen zu ihrem Computer. Es waren meist alltägliche, total einfache Dinge, die meine Mutter nur leider nie gelernt hat. Wo denn auch? Meine Kinder lernen in der Schule mit dem Computer umzugehen. Sie wachsen damit auf. Die Generation meiner Mutter hatte nicht das Glück. Frau Fischer machte sich Notizen und stellte weiterführende Fragen, was mir sehr gefiel. Nach einigen nachdenklichen Schweigesekunden wollte sie wissen, welche Zielgruppe ich ansprechen möchte. Senioren. Das stand für mich fest. Sie hakte weiter nach und fragte mich, was für Senioren ich denn ansprechen wollte. Ich dachte kurz nach. Naja, mein Traumkunde wäre eine ältere Person, die noch Spaß und Lust darauf hat, neue Sachen kennen zu lernen, die keine Angst vor neuen Dingen hat. Danach unterhielten wir uns über den Ort, wo ich meine Kurse abhalten möchte. Auch darüber hatte ich mir so richtig noch keine Gedanken gemacht. Frau Fischer merkte, dass ich an dieser Stelle noch nicht so richtig weiterkam.

 

Auf nach Draußen

Sie fragte mich, ob wir nicht an die frische Luft gehen sollten. Es war wirklich wunderschönes Wetter draußen. Viel zu schade, um nur drinnen zu sitzen. Frau Fischer bezahlte unsere Getränke und wir machten uns auf den Weg in die Sonne. Die frische Luft tat gut. Draußen fiel es mir leichter, über meine Geschäftsidee nachzudenken. Wir sprachen darüber, wie wichtig es ist, dem Kunden ein besonderes Erlebnis zu bieten. Mit dem Thema Customer Experience hatte ich mich noch nie beschäftigt. Wir kamen wieder auf das eigentliche Thema: der Ort. Nun ja, es sollte ein kleiner Seminarraum sein. Wo genau, das wusste ich auch noch nicht. Frau Fischer warf die Idee von einem Kreuzfahrschiff in den Raum. Unter dem Aspekt des Kundenerlebnisses war das eine gute Idee: Dort hätte ich einen freien Seminarraum und aufgeschlossene, abenteuerlustige Senioren. Eine gute Idee. Wie und wo ich meine Zielgruppe erreichen wollte, darüber hatte ich bis jetzt noch nicht nachgedacht. Frau Fischer beruhigte mich und erklärte mir, dass dies nicht meine, sondern ihre Aufgabe sei. Wir redeten und diskutierten noch eine Weile darüber. Frau Fischer interessierte sich für meine Pläne, wie oft und wie lange die Computerkurse gehen sollten. Ich dachte an anderthalbstunden und mehrere Kurse in der Woche. Sie fragte mich, was ich für Ziele hätte. Auch da konnte ich ihr so genau noch keine Antwort draufgeben. Ich hatte zwar meine Vorstellungen, diese waren jedoch noch sehr schwammig. Wir vereinbarten einen weiteren Termin. Frau Fischer gab mir eine Hausaufgabe: Meine Ziele klar definieren. Mit einem guten Gefühl stieg ich wieder ins Auto. Nach diesem Nachmittag konnte ich mehr unter dem Begriff des Themas Customer Experience vorstellen.

 

Was ich aus unserem ersten Gespräch mitgenommen habe:

  • Zielgruppe genau definieren
  • Ziele definieren
  • Marketer sind auch nur Menschen

by Julia

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kennt­nis ge­nom­men. Ich stimme zu, dass die Daten inkl. der IP-Adresse gespeichert werden, um im Falle von Rechtsverletzungen wie Beleidigungen oder Propaganda gegen den Verfasser vorgehen zu können.

Hinweis: Sie können Ihre Ein­wil­li­gung jeder­zeit für die Zu­kunft per Mail an wider­rufen.